Bolivien - Das Land in den Anden.

 Bolivien ist eine der faszinierenden Ländern in den Anden. Fast alle größeren Städte bieten schöne alte Kolonialbauten und gerade La Paz hat zusätzlich zu dem alten auch einen modernen europäischen Stadtkern. Auf dem Land werden die Wohnhäuser oft noch mit Stroh und Lehm gebaut und die Straßen sind nicht geteert. Kulturell hat Bolivien neben den spanischen Kolonialbauten auch die verschiedensten Indio-Kulturen zu bieten, die je nach Region sehr unterschiedlich sind und sich hauptsächlich in der Kleidung der Menschen darstellt.

Die Natur Boliviens ist unterteilt. Das Altiplano mit einer Höhe von 3000-5000m überzeugt durch hohe schneebedeckten Berge, karge Landschaften und dünne Luft. In den tieferen Regionen erstrecken sich noch die Bereiche von Regenwald, Dschungel und Steppe.
Bolivien ist geprägt durch die Indios, die den Hauptteil der Bevölkerung ausmachen. Die Menschen sind meist freundlich und wenn man auch wenig spanisch spricht, sehr hilfsbereit.
Kriminalität. Auch in Bolivien ist die Kriminalität in den Großstädten stärker verbreitet, als auf dem Land. Es wird oft gewarnt alleine durch irgendwelche Hintergassen zu laufen oder Nachts umherzuirren. Taxis sind verhältnismäßig billig und die paar Mark sind es Wert, um sicher im Hotel anzukommen. Von anderen Backpackern hört man viele Geschichten, in denen andere ausgeraubt wurden und all ihre Wertsachen verloren hatte. Somit ist immer Vorsicht geboten, was nicht bedeutet, dass man unbedingt Angst haben sollte.
Transport: Busse dienen als Hauptfortbewegungsmittel und wie man sich das vorstellen kann werden diese vollbepackt bis unter das Dach. Für große Leute wird dies manchmal sehr eng und durch die holprigen und ungeteerten Straßen nicht gerade bequemer gemacht. Zentrale Busstationen sind in jedem Ort zu finden und zur Not kann man auch an der Strasse durch Handzeichen den passenden Bus finden.
Das Gepäck landet meist auf dem Dach oder einer Luke im Bus - man sollte dabei achten, dass das Gepäck an einem sicheren Ort ist und überhaupt mitgenommen wird. Die Busse fahren von speziellen Bus-Terminals ab, die etwas außerhalb der Stadt liegen und meist durch die Nacht fahren.
Die Zugfahrt mit der Andenbahn von Cusco nach Puno, oder umgekehrt ist schon ein Erlebnis in Hinsicht der Natur die sich einem bietet und der Fahrt an sich. Sie ähnelt eigentlich eher einer Schiffsfahrt mit mittelstarkem Seegang, den die Wagen der Bahn fliegen oft ein bisschen unkontrolliert durch die Gegend. Im Preis inbegriffen können auch Pannen sein, die ein zeitliches ankommen nicht garantieren. Lebenskosten sind sehr billig, vor allem wenn man auf der Straße essen geht.
 
 Tupiza Leider habe ich diesen Ort nur in der Abenddämmerung erlebt, doch bei der Einfahrt in den Ort lädt er mit seinen unbeschreiblichen roten Felsformationen dazu ein, etwas länger zu bleiben, um diese zu erkunden.

Potosi
Dieser Ort wird durch seine Silbermine geprägt und man kann heute noch sehen, wie die Menschen dort unter unvorstellbaren Bedingungen und genügend Coca-Blätter, das Edelmetall versuchen abzubauen. Im Stadtinneren gibt es noch einige schöne Kolonialbauten und Kirchen zu sehen.

Ujuni Ein Ort im Nirgendwo! Man fährt stundenlang durch das Gebirge und landet dann irgendwann in einer Einöde, wo sich dann der staubige Ort vor einem aufbreitet. Wer nach Ujuni kommt, der möchte hauptsächlich zu dem Salar de Ujuni, dem riesigen Salzsee. Eine 3-4 Tages Tour im Jeep, schlafen bei den Einheimischen, Temperaturen von teilweise minus 20°C in der Nacht (ohne Heizung im Zimmer) werden durch die unbeschreibliche Schönheit der Natur wieder weggemacht. Welche Reisegruppe man benutzen soll ist schwierig, da das Angebot sehr groß ist und der aktuelle Ruf der Anbieter entscheidend ist - daher andere Backpacker aktuell fragen.

 
 La Paz Die Hauptstadt Boliviens und mit 3800m für alle die mit dem Flugzeug anreisen für die ersten Tage sehr gewöhnungsbedürftig. Zum Glück gibt es den Mate de Coca, der einem gegen die ersten Kopfschmerzen und Übelkeit verhilft. La Paz liegt beindruckend in einem Tal und wird umrahmt von den umliegenden schneebedeckten Bergen. Dabei sticht der Hausberg Illimani mit seinen 6402m besonders hervor. Die Stadt ist geteilt in einen neuen modernen und einen alten, wesentlich interessanteren Teil.
 
 Tiahuanaco Eine Vorinka Kultur am Titicacasee, die bereits 600 v. Chr. entstanden sein soll. Es gibt dort noch schöne Ruinen Teile zu sehen, die einem den ersten Vorgeschmack auf die alten Indio Kulturen vermittelt.
 
 Copacabana Nicht zu vergleichen mit der in Brasilien, doch dieser kleine Ort hat ebenfalls sein eigenes ganz besonderes Flair. Der Ort besitzt eine Kirche mit muslimischen Bauelementen, einen christlichen Wallfahrtsort und dient als Übergang zur Isla del Sol, dem "Ursprungsort" des ersten Inkas.
 
 Isla del Sol Mit einem kleinen Boot geht es auf dem Titicacasee in Richtung der Isla del Sol - der Sonneninsel. Hier kann man dann eine 3 stündige Wanderung über die Insel machen, oder kurze Zeit später mit dem Boot zur Mondinsel fahren.
 

Peru

Peru ist das Land der Inkas, die ihre Blütezeit im 15. Jahrhundert hatten, bis sie von den Spaniern erobert wurden.
Die Kultur und Natur des Landes ist sehr vielseitig. Im kulturellen Bereich gibt es neben den Inkas auch noch andere Kulturen, die in ihren jeweiligen Epoche ihre besonderen Fähigkeiten und Bauten hatten.
Die Natur ist grob unterteilt in den Küstenbereich, der zwischen April und Dezember meist im Nebel verschwindet. Der Hochlandbereich, der mit den Anden ideale Voraussetzungen zum Bergwandern bietet und manch einem auf gewisser Höhe schon einmal die Luft weglässt. Und zu letzt dem Dschungel, der zwar hier in Peru am teuersten zu besuchen ist , jedoch auch am interessantesten sein soll.
Die Städte besitzen meist einen Kolonialen Charakter, während auf den Dörfern noch das bäuerliche Bild mit den Lehmhütten die Oberhand behält.

 
Die Menschen sind meist sehr freundlich. Im Hochland unterscheiden sich die Menschen grundsätzlich zu denen an der Küste. Diese sind wesentlich traditioneller in Kleidung und Verhalten. Leider auch im Geruch, den manchmal ist es besser Schnupfen zu haben in den Bussen. In der Küstenregion wirken die Leute weniger indiohaft und in ihrer Kleidung mehr europäischer. Kriminalität ist in Peru mit am höchsten. Gerade in den Touristenhochburgen wie Cusco oder Lima sollte man sich vor Taschendieben in Acht nehmen. Wenn möglich sollte man Nachts nach der Disco ein Taxi nehmen oder in der Gruppe zum Hotel laufen. Weniger attraktive Viertel sollte man grundsätzlich vermeiden, denn man sollte das Unglück nicht herausfordern. In meiner Zeit in Peru hatte ich nie Probleme und habe auch nur von anderen Backpackern "Geschichten" von Diebstählen gehört. Verkehrsmittel, sind wie gewohnt die Busse, die auch in Peru sehr eng sind. Die Strassen sind nicht geteert und somit kann es passieren, dass man manchmal mit dem Kopf an die Decke stößt. Die Lebenskosten sind billig und am billigsten auf der Straße.  

 Puno Die Stadt am Titicacasee ist für die meisten Backpacker nur der Ausgangsort um mit der Andenbahn nach Cusco zu fahren oder eine Bootstour auf dem Titicacasee zu unternehmen.

Der Titicacasee liegt auf einer Höhe von 3820m und ist bis zu 170km lang. Die Luft in dieser Höhe ist sehr klar und das Wasser wirkt tief blau. Im Titicacasee gibt es einige Inseln, die man mit einer organisierten Bootstour erreichen kann. Hierzu gehören die schwimmenden Inseln der Uros Bevölkerung. Interessant daran ist die künstliche bauweise der Inseln. Mit Hilfe des totora Schilfs wurde diese Inseln errichtet, auf dem die Bewohner bis heute noch leben. Der Besuch auf der Inseln wirkt jedoch sehr gestellt und ist eigentlich ehere eine Verkaufsaktion der Bewohner.

 

Eine weiter Insel ist die Isla Taquille auf der man die Möglichkeit besitzt bei den Einheimischen zu übernachten. Die Unterkünfte sind spartanisch und die Lebensweise ist touristengerechte dargestellt. Die nächste Insel ist die Isla Amantani, die durch ihre strickenden Männer bekannt wurde.
 
Die Andenbahn von Puno nach Cusco zählt zu den schönsten Zugfahrten in Südamerika. Der Zug ist von einem amerikanischen Unternehmen und besitzt einen angenehmen Charakter. Wenn man möchte kann man auch Essen und Trinken im Zug oder die billigere Variante benutzen und auf den jeweiligen Bahnhöfen von den Leuten am Bahnsteig seine Lebensmittel aus dem Fenster kaufen. Die Zugfahrt gleicht meist einer Schiffsfahrt, denn die Wagons springen meist von links nach rechts und von oben nach unten. Auch mit einem Defekt oder sonstigen Problemen sollte man rechnen. Kosten für diese Fahrt liegen bei ca. 19 US$ (2000).
 
Cusco Die Hauptstadt der Inkas liegt auf 3326m Höhe. Hier ist alles zu sehen, was man von den Inkas wissen möchte. Zwar wurde viel an der Inka Kultur von den Spaniern zerstört, doch haben dies im Gegenzug viele schöne Gebäude errichtet. Besonders die Kirchen sind wahre Museen spanischer Geschichte.
Party, Party, Party - man kann fast sagen, das Mallorca von Südamerika. Die Stadt ist sehr touristisch und der Sammelpunkt aller Backpacker. somit ist hier ein sehr gutes Nachtleben angesagt mit vielen Kneipen und Discos und vielen Freigetränken. Ausgangspunkt zu den Unternehmungen in das Urubamba Tal und zur legendären Inka-Stadt Macchu Picchu.

Sacsayhuman Überhalb der Stadt ist eine der eindrucksvollsten Ruinen der Inkas. Sinn und Zweck der einstigsten Gebäude ist bisher unklar, doch die Fertigung der Steine bewundernswert.

Urubamba Tal oder Sacred Valley Mit einem Touristen Pass, den man am besten in Cusco kauft kann man die meisten Inka Ruinen diese Tals besuchen. Das Tal der Inkas mit all den vergessenen Inka Stätten. Die sehr gut erhaltenen Ruinen von Pisac oder die Verteidigungsstätte des letzten Inka Königs gegen die Spanier in Ollantaytambo.
 
Macchu Picchu Die wohl bekannteste und best erhaltenste Inka Ruine in Peru. Die Stadt in den Wolken wurde erst 1911 von H. Bingham wiederentdeckt. Die genauen Hintergründe der Stadt sind immer noch im verborgenen, doch diente sie wahrscheinlich zeremoniellen Veranstaltungen.
Mit dem Zug und dem Bus kann von Cusco aus über Aguas Calientes direkt vor die Tore dieser Ruinenstadt fahren. Doch wer möchte dies schon ?
Viel interessanter ist der 3-4 Tage Inka-Trail zu wandern - unabhängig natürlich! Mit Zelt und Verpflegung geht man so auf die 40 km lange Wanderung. Man durchquert die verschiedensten Vegetationsstufen im unteren Bereich bei 2500m von dichtem Regenwald bis hin zu kargen und windigen Stellen auf knapp 4000m. Dieser Pfad ist ein absolutes Erlebnis und ist für weniger erfahrene Wanderer teilweise mit viel Muskelkater verbunden.
 
 
Arequipa, die weiße Stadt. Arequipa ist Perus zweitgrößte Stadt mit fast einer Million Einwohner. Im Hintergrund liegt der Vulkan El Misti und sorgt für eine besondere Atmosphäre über der Stadt.
Interessant ist das Kloster Santa Catalina, welches als "Stadt in der Stadt" bezeichnet wird und einem durch einen Rundgang das Klosterleben näher bringt.

Colca Canyon. Südamerikas tiefste Schlucht und eine sehr imposante Umgebung. Zu sehen ist hier auch in den frühen Morgenstunden nach dem Sonnenaufgang der größte Vogel der Anden - der Kondor. Von Arequipa kann man in der Nacht gegen 2 Uhr mit einem Bus Richtung "Canon del Colca" fahren.

 
Nasca Um die sagenhaften Zeichnungen der Nasca Kultur in der Steinwüste um Nasca zu entdecken, muß man sich in die Lüfte erheben. Dann kann man die bis zu 180m großen Formen von Affen, Vögeln, Spinnen und vielen anderen Symbolen erkennen.
Wiederentdeckt wurden diese Zeichnungen von der deutschen Mathematikerin Maria Reiche, die in dem Ort bis heute ein sehr hohes Ansehen besitzt. Der Flug über die Linien von Nasca ist die Attraktion des Ortes. Der Preis ist bei den meisten Agenturen gleich, doch Handeln sollte man auf jeden Fall versuchen.
 
Ica Liegt in der Küstenregion von Peru und ist ein Ort zum entspannen in der Oase Huacachina. In dem See ist vielleicht nicht ratsam zu schwimmen, doch kann man sich Sandboards ausleihen und hat mit diesen viel Spaß die Sanddünen herunterzufahren. Danach kann man sich in einem der Hotels mit Swimmingpool von den Anstrengungen erholen. Die Menschen wirken in dieser Küstenstadt nicht mehr so traditionell, wie man es noch im Hochgebirge gesehen hat.
Außer einem kleinen Museum über die Arbeit von Maria Reiche in Nasca wird wenig in der Stadt geboten.

Der Ort Paracas ist der Ausgangspunkt für eine kleine Bootsfahrt zu den Inseln Balletas, eines der wichtigsten Vogel und Marine Reservate von Peru. Die Inseln werden auch die sparsame Version der Galapagos Inseln benannt. Pinguine, Robben, Flamingos und unwahrscheinlich viele Vögel lassen es sich hier gut gehe. ( Hut ist empfohlen).
Auch hier in Paracas gibt es eine Zeichnung in den Sand, bei der niemand weiß woher sie kommt und welche Bedeutung sie darstellt.
 
Lima Die Hauptstadt von Peru hat mehr als 8 Millionen Einwohner. Viele Kolonialgebäude kennzeichnen das Stadtbild dieser Millionenmetropole. Gelangt man Richtung Küste kommt man in den neueren Teil der Stadtteil - Miraflores. Außerhalb der Stadt schließen sich die Armutsviertel an mit Schmutz und Wellblechdach. In Lima gibt es unzählige Taxis und es herrscht ständig Hektik auf den Straßen.  
Trujillo Die größte Stadt im Norden von Peru liegt an der Küste mit einigen schönen Stränden und ist vor allem geprägt durch zwei Kulturenepochen. Zum einen die 1500 Jahre alte Moche Kultur mit der Sonne und Mond Pyramide, welche hauptsächlich für ihre Keramiken bekannt war. Die andere Kultur ist die der Chan Chan und ungefähr 700 Jahre alt. Die Anlage gehört zu den bedeuternsten in Peru.Zu beiden Stätten kommt man nur schlecht mit dem Bus und sollte sich vielleicht nach anderen Backpackern umschauen, um zusammen ein Taxi zu nehmen oder sogar einen Führer mieten.